Mein Game Changer – Die kalte Dusche

So einfach und gleichzeitig so effektiv. Es ist vielleicht schwer zu glauben, wenn man es noch nie probiert hat, aber die kalte Dusche hat mein Leben verändert. Sehr Positiv. Es gibt viele, viele Tage, an denen ich morgens aufwache und mich schrecklich fühle, weil ich mies geschlafen habe und meine Haut spannt, trocken oder rissig ist, ich offene Stellen habe und am liebsten niemals aufstehen würde. Wir alle wissen, dass wir zwangsläufig aufstehen müssen, wenn es besser werden soll. Manchmal brauche ich eine Ewigkeit, um mich endlich dazu zu überwinden mich unter die kalte Dusche zu stellen, aber bis jetzt gab es keinen einzigen Tag, an dem ich mich nicht dazu durchringen konnte, ganz einfach weil ich weiß, wie viel besser es mir danach geht. 

Vorteile von kalten Duschen oder auch Eisbädern
  • Stärkung des Immunsystems → Die kalte Dusche aktiviert weiße Blutkörperchen, die ungewollte Eindringlinge (z.B. Viren, Bakterien) zerstören. So kannst du dich vor allem auch im Winter noch besser vor jeglichen Krankheiten schützen.

  • Hemmung von Entzündungen → Es wird vermehrt Adrenalin ausgeschüttet, was dazu führt, dass Gefäße verengt werden . Dadurch wirkt die Kälte im Endeffekt anti-entzündlich.

  • Anregung der Produktion von braunem Fettgewebe → Braunes Fettgewebe verbraucht Energie, anstatt Energie zu speichern (weißes Fettgewebe).

  • Förderung der Durchblutung und Regeneration → Sauerstoff und Nährstoffe können besser im ganzen Körper verteilt werden.

  • Entlastung der inneren Organe → Die Ausscheidung von Giftstoffen über die Poren der Haut wird begünstigt.

  • Reduktion von Stress durch Ausschüttung von Glückshormonen

  • Macht wach! → Ist einfach super effektiv, um morgens in die Gänge zu kommen.

  • Gesünder für die Haare (heißes Wasser trocknet aus) → Eine  kalte Haarwäsche hilft auch gegen Schuppen und Haarausfall.

Warum ist es so gut für meine Haut?

Neurodermitis, sowie viele andere Hautkrankheiten, gehen mit Entzündungsprozessen im Körper einher, welche durch Kälte heruntergefahren werden können. Nicht umsonst wird Neurodermitis auch als ‚Hitzekrankheit‘ bezeichnet. Dadurch, dass das Immunsystem permanent im Einsatz ist, um die geschädigte Haut zu heilen, ist es generell geschwächt. Also kann es nur von Vorteil sein, wenn wir unser Immunsystem mit kalten Duschen unterstützen.
Wenn ich morgens kalt dusche, hilft mir das ungemein in den Tag zu starten, da ich mich nach dem aufstehen meistens extrem unwohl fühle. Tatsächlich ist es auch so, dass es dann viel angenehmer für mich ist, als warm zu duschen. Ich finde es ist viel weniger schmerzhaft, wenn ich offene Stellen habe. Mein Gedankenkarussel hört auf, weil mein Gehirn nur noch auf die Kälte fixiert ist – hat also auch ein bisschen was von Meditation. Was ich auch nicht außer Acht lassen würde ist der Fakt, dass es zwar währenddessen kalt ist, aber man dafür nachher nicht friert, weil der Körper sich dann von selbst wieder wärmt. Kalt duschen macht mich glücklich. Wirklich.
Mittlerweile starte ich jeden morgen mit einer kalten Dusche in den Tag. Seit ich das ganze vor ungefähr 4 Monaten angefangen habe, ist es aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wenn ich zum Sport gehe dusche ich danach ebenfalls kalt, so dass ich am Tag auf 1 bis 2 kalte Duschen komme. Vor allem auch im Sommer hat es mir extrem geholfen, um mit der Hitze halbwegs klarzukommen. Die gesundheitlichen Vorteile verstärken sich, umso länger man es in der Kälte aushält, aber ganz ehrlich, das Ganze ist auch nach Monaten, die ich das jetzt mache nicht unbedingt angenehm.

Wie genau mache ich das?

Ich persönlich dusche selten länger als ein bis zwei Minuten. Dazu stell ich das Wasser einfach so kalt ein, wie es eben möglich ist (im Winter ist das Wasser echt kälter als im Sommer). Ich fang bei den Füßen an und gehe dann immer weiter nach oben bis zum Kopf bzw. Gesicht und dann wieder nach unten. Das war’s, ohne Duschgel – ohne alles nur mit Wasser. Wenn ich mir die Haare waschen muss, kommt es auch mal vor, dass ich warm dusche, vor allem im Winter, weil es einfach zu lange dauert und die Kälte irgendwann echt schmerzhaft werden kann. Generell dusche ich nie heiß maximal so lauwarm, weil es die Haut noch mehr austrocknet und es sich für mich nicht gut anfühlt.

Wie kann man easy starten?

Wenn man damit anfangen möchte, kann es hilfreich sein, sich erst mal langsam daran zu gewöhnen.

Starte vielleicht damit, einfach dein Gesicht morgens kalt abzuwaschen oder unter der Dusche das Wasser langsam immer kälter einzustellen. Was auch ganz gut ist, ist sich nach der warmen Dusche kurz ganz kalt abzuduschen.

Es kann sein, dass man am Anfang die ganze Zeit am Zittern ist, aber das gibt sich, nachdem man das ein paar mal gemacht hat und der Körper sich daran gewöhnt hat, es auszuhalten.

 

Wenn man es etwas extremer mag und die gesundheitlichen Vorteile noch mehr ausreizen möchte, kann man auch ein kaltes Bad oder sogar ein Eisbad ausprobieren, womit ich noch keine Erfahrungen gemacht habe, weil ich ehrlich gesagt im allgemeinen nicht so der Kälte-Junkie bin.

 

Wenn du schon Erfahrungen mit kalten Duschen oder Bädern gemacht hast, oder mir einfach Feedback geben möchtest, würde ich mich freuen, wenn du hier oder unter meinem neusten Post auf Instagram ein Kommentar da lässt.

Enjoy the road and that awsome cold shower.
Deine Lou.

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